Tourtagebuch

Logo *ausverkauft*, Hamburg

01. Mai. 2011

von Totte

Ach du liebe Güte, ein Tourbericht über das Katerkonzert.
Im Grunde bin ich ja – wie man lesen kann – seit letztem Jahr von der stilistischen Berichterstattung befreit, denn Rüdi (Rüüüüdi) hat mich abgelöst und ist eh der kompetentere Tagebüchner. Nach sieben Jahren wusste ich sowieso nicht mehr, was ich noch erzählen soll, drum bin ich für diese Aufgabenneuverteilung sehr dankbar.
Heut aber – nach einem semierholsamen Zweistundenschlaf – hat mich der werte Herr skrupellos überrumpelt und ich habe dummerweise - noch träumend – zugesagt, den Job zu übernehmen.
Dumm, einfach dumm!
Gerade Hamburg, für das ich schon so oft neue Superlativen kreiern musste!

Wir kommen jedenfalls um 12 Uhr an, die Sonne strahlt gülden und das LOGO ist eh heimkommen in Luxusversion: Große Freude, Umarmungen und einfach nett! Like it!
Daneben gehen Busausladen und Soundcheck wie von selbst und ich deriliere so vor mich hin, derweil die Uhr tickt und plötzlich Einlaß ist: Viele bekannte Gesichter, es fühlt sich an wie ein Klassentreffen, nur besser. Klasse Treffen, quasi!
Einer sehr klugen Idee von Pensen folgend, versuche ich mich jetzt auch an Bier, um endlich mal aus dem Katerkoma rauszukommen, das funktioniert prächtig, und ich freu mich auf die Bühne.
Für das heutige Konzert haben wir unsere Setliste ziemlich umgestaltet und mit allerhand vernachlässigten Kleinoden garniert, das macht wirklich Laune.
Und es wird: Zauberhaft!
An dieser Stelle müsste nun ein dezidierter Bericht über die genauen Ereignisse des Tages kommen, aber das krieg ich einfach nicht hin. Das Konzert macht einen Höllenspaß, die Monsters lachen sich aus vollem Herzen ins Gesicht, Hamburg mag uns und wir mögen Hamburg. Total. Börnskitochter Luna singt mit großen Augen jede Zeile von Papas Hochzeitsrede mit, da werden Augen zu Recht feucht und wir sind trunken, ausgelassen und freuen uns an unseren Liedern. Timmey kommt zum Rauchenden Rapper auf die Stage, das Keyboard bei Sususu versagt, dafür gibt’s Schnapsdiving Part Two (klappt, obschon mir Melli die Schnürsenkel zusammenbindet), ach, es ist ein Freudenfest.
Und erst der Startschuß: Irgendwann nach dem Konzert – es ist immer noch taghell – und nach vielen Jägermeistern mit vielen lieben Menschen, sind die Monsters plötzlich erneut auf der Bühne, intonieren unlpugged Songs von Tempeau, Georg Kreisler und Udo Lindenberg und es ist einfach zum Worteausbleiben.
Alles danach ist der totale Tilt bei mir, es wird getrunken im: Logo, Lunacy und meiner Wohnung, es gibt Wodka, Bier und Musik von Tom Waits, den Pogues undundund. Ich bin jetzt (17:50 Uhr) noch komplett lädiert. Aber glücklich. Und dafür danke ich an dieser Stelle allen von Herzen. Ganz besonders aber dem Logo, Fred, Rüdi, Burger, Börnski, Pensen, Urs, Timmey und Teddypard. I'm proud to be a monster!
P.S. Beste Genesungswünsche an das andere Tonmonster Claudio, der wegen Grippe nicht vor Ort sein konnte. Bis in Kürze, D'accord?

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