Tourtagebuch

Musikbunker, Aachen

25. Apr. 2014

von Der Kumpel und Bandkollege von Sven

Musikbunker, Aachen, Backstage, 15.30 Uhr. Wie sind heute morgen um kurz nach vier hier angekommen, seit Mittag sind wir spätestens alle wach und haben den sonnigen Tag bisher mit dem opulenten Frühstück und auf dem anliegenden Bolzplatz verbracht. Wir haben mit einem kleinen Jungen „Ball hoch halten“ gespielt, den Bus ausgeladen, Fred hat im „The Phonehaus“ einen kaputten Kopfhörer geschenkt bekommen, Totte versucht, sein Schlafprojekt wieder zu aktivieren, Börnski war schwimmen und Burger war im Krankenhaus, weil ihm der Fuß schwillt. Jetzt warten wir auf den Soundcheck, surfen unsere Namen auf Wikipedia und stöbern zum Spaß in alten Diskussionsforen. Wir lesen, dass es Hinweise gibt, die darauf schließen lassen, dass wir Punkrock machen, daß man das aber so nicht sagen kann. Zum Beispiel.
Dann kommt das Essen, das hier immer sehr lecker ist und dann kommt der Whiskey, der irgendwie heute sehr lecker ist. Dazu hören wir Einstimmungsmusik und basteln an unserer Setliste, bis sie vor lauter Hin- und Hergeschiebe der Songs kaum mehr zu lesen ist. Fred kommt jetzt erst am Ende des ersten Sets dran, dafür hab ich gegen Mitte des Konzerts Feierabend, Börnski spielt sein Repertoire innerhalb weniger Songs durch – alles völlig bekloppt, aber irgendwie stimmig. Machen wir so.
Am Grunde der Whiskeyflasche ist auch schon 20 Uhr – wir fangen pünktlich an, weil wir heute einen strikten Curfew haben wegen anschließender Disko, der Saal ist proppenvoll und wir dürfen uns seit unserem letzten Konzert hier auf einen lustigen Abend freuen. Es geht auch munter los, die Umstellungen haben tatsächlich was gebracht und wir fühlen uns heute zum ersten Mal auch schon mit dem ersten Set wohl. Bei der Modenschau hab ich heute einen freundlichen Assistenten, Tottes erste Begegnungen mit dem Punkrock werden abgefeiert und als endlich Fred den „Herzblatthubschrauber“ anstimmt, wird der Bunker zum Chorsaal und wir gehen zum ersten Mal seit längerem zufrieden in die Pause.
Im zweiten Teil erleben wir ein Konzert, das ausgelassen und lustig ist, seine Stärke aber vor allem in den lauteren Phasen hat, während es bei den leisen Tönen eher unaufmerksam wird, was aber auch der schlechten Sicht geschuldet ist, die man von weiter hinten auf die Bühne hat. Aber wenn es dann wieder zur Sache geht.....mein lieber Scholli! Dann sind aber alle bis auf den hintersten Rang wieder am Start.
Hinterher sitzen wir ziemlich auf Party gebürstet im Backstage, wir müssen noch kurz zusammenpacken und laden, wobei wir auch hier zupackende Hilfe von Alex und Mirko erhalten, die sich schon den ganzen Tag um unser Wohlbefinden bemühen und uns jetzt auch noch eine Flasche Wodka organisiert haben. Vor allem Mirko sei an dieser Stelle hervorgehoben, weil ich ihn beim letzten Tourbericht übergangen habe. Mirko ist ein sehr umgänglicher und aufmerksamer Mensch und immer, wenn er irgendwo mit am Tisch sitzt, geht es dort sehr lustig zu. Aber überhaupt ist das ganze Team sehr bei uns und wir bedanken uns für die entspannte Nacht, die professionelle Betreuung und die ein oder andere Extrawurst.
Ganz besonders aber auch bei unserem Publikum. Wir haben allen Grund, uns auf Euch zu freuen, wenn wir wieder kommen. Es wird ein bisschen dauern, aber dann......



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