Tourtagebuch

Werkhof, Lübeck

12. Apr. 2014

von Biene Maja

Zum Abschluss unserer ersten Reiserutsche gastieren wir heute beim „Junge Stereopark Festival“ im Werkhof in Lübeck. Der Bus parkt in der Sonne am Kanal, gegenüber bekommen im Straßencafe des Werkhofs leckeren Milchkaffee und gleich ist Fußball, da gehen wir alle hin.
Außer Totte. Totte hat den Schlaf für sich entdeckt. Er sagt, das sei ein Mittel gegen die Realität und er möchte nicht gestört werden. Seit dem schläft er unentwegt.
Und Burger. Burger musste uns schon gestern aus familiären Gründen verlassen und so wird das Konzert heute Abend nur zu fünft stattfinden.
Aber erst mal Fußball. Wir finden eine genau richtige Sky-Pinte am anderen Ende der Altstadt, essen Döner und trinken Bier und gucken den Hamburgern ratlos beim Spielen zu.
Dann gibt’s im Werkhof Essen, die Kollegen von „Kräuterwumms“, „The Project“ und „Georg auf Lieder“ sind auch schon da, in der Küche wird gejamt und gespeist und die Veranstalter sind um unser Wohlbefinden bemüht. Ob wir alles haben und ob es uns hier gefällt, werden wir gefragt. Beides ja.
Der Werkhof ist ein spezielles Ambiente. Man käme vielleicht nicht unbedingt von selber drauf, hier Konzerte zu veranstalten, aber der Ort hat was, erst recht, nachdem er mit Menschen gefüllt ist.
Bevor es los geht, schlendere ich noch schnell zur „Blechtrommel“ rüber, einem Restaurant, in dem man erst recht keine Konzerte erwarten würde, aber wo ich morgen mit meinem Kollegen Sven Panne gastieren werde und wo ich jetzt mit ihm verabredet bin und wo wir auch prompt bei Livejazz für ein paar Biere versacken.
Im Werkhof füllt sich derweil der Saal, das Programm nimmt seinen Lauf, wir werden heute als letzte Band spielen, die Zeit bis dahin verbringe ich mit Hopping zwischen den beiden Kneipen, beides ganz verschiedene Veranstaltungen, immer ein kleiner Filmwechsel. Und dann läuft plötzlich ein ganz blöder Film. Unmittelbar vor unserem Auftritt stelle ich fest, dass mein Koffer mit meinen Kabeln und allem möglichen wichtigen Zeug nicht da ist. Ich durchsuche Bus, Club, Backstage, Merchstand.....weg. Scheisse! Supertimmey telefoniert sofort mit Eschwege, ein Bühnentechniker hilft mir mit einem Kabel aus und zumindest ist nicht meine Gitarre irgendwo liegen geblieben. Also nicht so schlimm. Einmonstern, Konzert!
Die folgenden eineinhalb Stunden sind glaube ich ne knackige, kurzweilige Sache mit allem drum und dran, was zu so einem gemeinsamen Monstersabend gehört. Es wird viel gesungen und geschunkelt und gepogt und angesichts des mehrstündigen Programms auch noch recht aufmerksam zugehört. Um Mitternacht gibt es ein Geburtstagsständchen, dann noch ein paar Abschiedstänzchen und ein Gruß an die nette Veranstaltercrew und unser Sensationsteam, Urs und Timmey. Von Urs muss ich mich gleich verabschieden, die zweite Rutsche wird Claudio begleiten. Ach Urs, lass es nicht so lang werden.

Und Danke, Soelve, für die Fahrt! Gute Heimfahrt!

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