Tourtagebuch

Mau Club, Rostock

29. Apr. 2014

von Randalerüdi

700 Kilometer hat Christian uns durch die Nacht chauffiert und jetzt stehen wir mit dem Nightliner am Kai vor dem „Mau“ – Club und finden Christian ziemlich gut. Er scheint immer fit und ausgeruht zu sein und bei uns heißt er mittlerweile „Sting“, weil, wenn wir mit ihm zusammen vor unserem Bus stehen, die Leute denken, wir seien „Sting“ und seine 8 Fahrer. Ein sehr angenehmer Zeit- und Tourgenosse, den wir in den letzten Tagen kennen lernen durften.
Ähnlich nett aber auch Thomas und die Crew vom „Mau-Club“, die sich peu a peu im Backstage vorstellen kommt und die uns mit Essen, Trinken und Freundlichkeit versorgt.
Eigentlich will ich heute endlich mal einkaufen gehen, aber ich schaff es nur bis zur Tanke nebenan, um Zigaretten zu holen.
Wir schauen uns auf youtube niedliche Tiere und schlimme musikalische Grausamkeiten an, wollen uns eigentlich betrinken, aber der Alkohol will heute niemandem recht schmecken. Überhaupt hängen wir alle etwas schlaff in den Seilen, vielleicht ist das die Ruhe vor dem Sturm, den wir morgen in Hamburg erwarten. Oder Nachwehen der letzten Tage.
Es ist aber auch gar nicht nötig, sich großartig zu puschen, wir erwarten ein kleines, gemütliches Konzert, Wohnzimmeratmosphäre, die meisten werden Sitzplätze haben und es gibt ausreichend Sauerstoff. Also alles sehr stressfrei.
Draußen fahren Segelboote und Dampfer vorbei und vereinzelt kommt mal ein neugieriger Rentner vorbei, den die Klänge des Soundchecks angelockt haben.
Wir essen lecker und qualmen noch eine bis es los geht und werden von 150 Zuschauern vorfreudig begrüßt, für die wir in den folgenden Stunden gerne Musik machen. Das Publikum ist eine Augenweide, besonders hübsche Lächeln begleiten uns durch das Programm und eine erste Reihe, die sich äußerst professionell auf unser Konzert vorbereitet hat. Lamettakanonen, Konfetti, Seifenblasen, Bonbons, Taschentücher, Wunderkerzen, Luftschlangen, Handys, die haben einfach alles dabei und um sie herum sieht es bald aus wie beim Kinderfasching. Ziemlich ansteckend. Ich mach auch mit!
Bei „Sususu“ wird Totte von vier kräftigen Jungs wie auf einem Thron durch den Saal getragen, beim Trinklied kommt ein Fan zum Anstoßen auf die Bühne, alles sehr nett und uns zugewandt und wir fühlen uns wirklich wohl an diesem entspannten Abend.
Anschließend sitzen wir mit Bekannten vor der Halle, gucken aufs Wasser und lassen Beine und Seele baumeln bis wir zu unserer letzten Fahrt in den Nightliner steigen. Morgen Hamburg – dann Pause. Der Puls steigt wieder.

An dieser Stelle möchte ich mich als Tourberichterstatter von Euch verabschieden, über das Finale in Hamburg werden Fred und Totte berichten. Bleibt uns gewogen, achtet auf Euch und bleibt, wie ihr seid! Wir wissen genau, was wir an euch haben und wir werden immer versuchen, diesen Schatz zu bergen.

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