Rockspektakel, Hamburg
06. Sep. 2015

Tourtagebuch

Rockspektakel, Hamburg

06. Sep. 2015

von Rüdi

Das Rockspektakel in Hamburg ist die Geburtsstätte der Monstersidee. Oft erzählt, heute mal nicht, ist aber wirklich so und wir freuen uns immer besonders auf Krzinger und Eberhard und das ganze Logoteam. Ist auch wirklich so, kein Schmu, da gibt es zu viele Schnittmengen, um nicht hüpfend die Sackkarre Richtung Rathausmarkt zu ziehen.
Und weil dieses kleine Festival für so gute Ideen sorgt, ist es auch der richtige Ort für „das Pack“, um erstmals als Trio die Bühnen der Welt zu betreten.
Richtig, das war gestern und gestern war ein formidabler Abend, bei dem wir fast komplett waren und der dann noch im alten Elbtunnel endete, wo ein schickes Video zu „Unheftig“ gedreht wurde und in dem „das Pack“ so edel in Erscheinung tritt, dass das „Rat Pack“ noch mal Krawatte rücken gehen könnte.
Danach mit Andy zu Börnski, wir bleiben heute zusammen, war ausgemacht und so was ziehen wir natürlich durch, bis der letzte Cracker zum Feierabendhorrorfilm aus dem schnarchenden Mundwinkel bröselt.
Heute waren wir drei dann beim Hockey, um unseren Lieblinsspieler Jesse anzufeuern, der dann auch prompt das ausgecheckteste Tor des Tages geschossen hat und anschließend ganz bescheiden mit uns Burger essen gegangen ist.
Und jetzt wieder hier. Rathausmarkt. Sven kommt uns besuchen. Tim und seine Tochter kommen uns besuchen. Ulrike traut sich nicht nach hinten, hat aber eine unfassbar sensationelle Jubiläums-Monsterstorte gebacken, mit Besteck, Servietten, Tellern, Bedienungsanleitung und Brief und ganz offensichtlich mit viel Zeit und Liebe gebacken.
Aber anstatt sich von uns feiern zu lassen, steht sie lieber im Regen und tobt mit den anderen zu „Liedfett“ ab. Richtig so. Ich finds ja saukalt und die Jungs von Liedfett haben doch viel zu wenig an, weil der Wind den Regen direkt von vorne auf die Bühne bläst, aber das sind ziemlich harte Hunde, diese Liedfetts. Oder sie merken einfach nichts. Bei denen kann alles sein, oft bewiesen und in zahllosen Abenden sich längst in unsere Trinkerherzen gegraben. Und wir haben zugegebenermaßen ein wenig Schiss, ob wir diese Energie in unsere Show rüberretten können. Ich jedenfalls. Und Totte natürlich auch, obwohl der schon wieder über die Bühne turnt und freestyled, als wäre er die egostrotzende Rapmaschine schlechthin. Wie macht der das bloß immer?
Noch ein paar Hymnen und elegante freundschaftliche Überleitungen und schon sind wir dran. Erst Soundcheck. Dann Regenende. Dann los.
Wir haben relatives Glück mit dem Wetter und phänomenales Glück mit einem zu einem guten Drittel gefüllten Rathausmarkt. Wer hier jetzt steht, windelweich geregnet, durchgefroren oder durchgetanzt, mit Terminen am Montag und einem Wochenende in den Knochen, also wer hier jetzt noch steht, der will offenbar noch Lieder singen und ein bisschen pogen und so. Machen wir. Anderthalb vergnügliche Stunden lang. Besondere Vorkommnisse: eigentlich keine, was aber auch mal zur Abwechslung nicht unbedingt gegen uns spricht. Zum Finale sitzen dann noch unsere liedfetten Freunde neben uns und als zum letzten Ton des letzten Liedes die Rathausuhr 10 mal schlägt, treibt das auch noch dem Veranstalter Eberhard schier die Bewunderungstränen in die Augen, was für eine ausgecheckte Superband wir sind.
Wir sagen Tschüss, jetzt wird die Bühne abgebaut, vor der Absperrung sitzt Henning und singt Liedermachingklassiker, wir trinken den Bierstand leer und schneiden die Torte in einer umliegenden Bar an. Schnellschnell! Mein Zug geht in einer Stunde.

Liebe Leute allerseits, wir danken euch allen für diese zwei tollen Tage und wir freuen uns wie Bolle auf die Tour und auf die Markthalle und alles, was
demnächst passieren möge. Freitag treffen wir uns zum Bandurlaub. Gitarren nehmen wir mit.

Aber jetzt mal im Ernst. 12 Jahre ist das her?

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